Bonn-Ost-Berlin - Moskau: Eine trilateriale Beziehungsgeschichte, 1964–1990

Prof. Dr. Stefan Creuzberger

Die Monografie versteht sich als eine gesamtdeutsch-sowjetische Verflechtungs- und Interaktionsgeschichte. Im Mittelpunkt stehen die trilateralen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik, der DDR und der UdSSR. Der gewählte Untersuchungszeitraum mit seinen gewichtigen politischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen bietet gerade für den auf Interdependenz zielenden Ansatz der Studie ein ideales Forschungsfeld. So soll für die Zeitspanne der „Neuen Ostpolitik“, der politischen Entspannungsphase, des Rückfalls in den „zweiten Kalten Krieg“ und für den sich seit Mitte der 1980er Jahre abzeichnenden historischen Epochenumbruch in Osteuropa das in enger Wechselwirkung stehende Verhältnis jener drei staatlichen Akteure unter politik- und kulturhistorischen Aspekten reflektiert werden. Eine wissenschaftliche Kooperation und Vernetzung besteht insbesondere mit Blick auf die Erschließung sowjetischer Archivalien mit dem Deutschen Historischen Institut (DHI) Moskau sowie der Deutsch-Russischen Historiker-Kommission.