2018

Workshop „Ernst Reuter und der Kommunismus. Neue Perspektiven der Forschung“

Landesarchiv Berlin, F Rep. 290, Nr. II05636 (Bert Sass)

(Kooperationspartner und Organisation: Stiftung Ernst-Reuter-Archiv, Dr. Michael Bienert, Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland/Professur für Zeitgeschichte, Universität Rostock, Prof. Dr. Stefan Creuzberger, Landesarchiv Berlin, Prof. Dr. Uwe Schaper)

Kein anderer Abschnitt in der an Brüchen so reichen Biografie Ernst Reuters wirft bis in die Gegenwart so viele Fragen auf wie seine Zeit als Volkskommissar an der Wolga sowie als KPD-Funktionär (1918–1922). Wenngleich auch dieser Lebensabschnitt von der biografischen Forschung stets thematisiert worden ist, so haben sich die Kenntnisse und Interpretationen lange Zeit in einem festen Rahmen bewegt, der selten durchbrochen wurde. Erst seit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der damit verbundenen „Archivrevolution“ in der ehemaligen Sowjetunion Anfang der 1990er-Jahre hat sich die Forschungssituation – trotz zwischenzeitlicher Rückschläge – erheblich verbessert. Nun sind Archivalien zugänglich, die viele Jahrzehnte lang der Geschichtswissenschaft vorenthalten waren. In diesem Zusammenhang hat die Reuter-Forschung einige neue Impulse erhalten.

Der eintägige Workshop ist als eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung zur kommunistischen Vergangenheit Ernst Reuters in ihren unterschiedlichen Facetten konzipiert.


Zeit: 26. November 2018 (Voranmeldung erforderlich)
Ort:
Abgeordnetenhaus von Berlin, Festsaal (Gründungsort der KPD 1918/19), Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin

Programmablauf
 


Buchpräsentation „Land im Umbruch. Mecklenburg-Vorpommern nach dem Ende der DDR“

(Kooperationspartner und Organisation: Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland/Professur für Zeitgeschichte, Universität Rostock, Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern)

Der unter Schirmherrschaft der Präsidentin des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern präsentierte Aufsatzband behandelt die Gründung des Landes 1990 und die ersten Jahre bis etwa zum Ende der ersten Legislaturperiode von Landtag und Landesregierung. Dieser Übergang von einer sozialistischen Diktatur in eine parlamentarische Demokratie war für die Zeitgenossen ein erheblicher Lebenseinschnitt, verbunden mit zum Teil schmerzhaften Brüchen, aber auch chancenreichen Neuanfängen. Zu diesem Transformationsprozess existieren für Mecklenburg-Vorpommern keine Untersuchungen. In dem Band werden zu sieben Themenfeldern in wissenschaftlichen Einzelstudien erste Analysen und Einschätzungen von Spezialisten unterschiedlicher Fachgebiete gegeben. Darüber hinaus machen Interviews mit Zeitzeugen auf die wichtigsten Leerstellen aufmerksam, zu denen bisher kaum oder gar keine wissenschaftliche Forschung erfolgt ist.


Zeit: 29. Mai 2018, 17–19 Uhr
Ort: Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern


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